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8. Juni 2011

ACHTUNG: GPS Störungen drohen

Wie dem Artikel vom ORF - Nachrichtendienst zu entnehmen ist, können in den nächsten Tagen Störungen bei der Navigation via Satellitennavigationsempfängern (GPS) drohen. Grund dafür ist eine ungewöhnlich heftige Sonneneruption (Sonnensturm) bei der eine riesige Partikelwolke freigesetzt wurde. Mehr unter dem Link http://orf.at/stories/2062569/2062563/

3. Juni 2011

Italien: Lipari, Segeln am Vulkan


Die äolischen Inseln: die sieben Schönheiten Siziliens. Ehemals bezeichnet nach dem Gott Äolus, werden sie teils auch nach ihrer Gemeinde als Liparische Inseln bezeichnet. Doch jede für sich hat mit ihrem vulkanischen Ursprung für uns Segler einen eigenen Reiz. Ein eindrucksvolles und abwechslungsreiches Revier, das im Sommer eher Schwachwind vorhält. Mit Motorstunden sollte daher durchaus gerechnet werden. Dafür wird man aber auch auf andere Weise belohnt. In den Sommermonaten kann man mit gutem Wetter rechnen. Dennoch ergeben sich manchmal doch erschwerte Bedingungen beim Durchzug einer Schlechtwetterfront. Starke Regenfälle lassen die Sichtweite für kurze Zeit erheblich sinken. Örtlich begrenzte Starkwind- und Sturmzonen ohne Vorzeichen, im Sommer jedoch eher selten. Vorrangig schwache Winde aus Nordwest (Maestral) oder Südost (Schirokko).

Die kleine Stadt Lipari auf den Liparischen Inseln vor der Nordwestecke Siziliens versprüht einen ganz besonderen Charme. Die Insel Lipari gehört mit ihren Nachbarinseln Stromboli, Salina, Vulcano, Panarea, Filicudi und Alicudi zur Inselgruppe der Äolischen oder Liparischen Inseln (italienisch: Isole Eolie) im Tyrrhenischen Meer. Alle Inseln sind vulkanischen Ursprungs und teilweise noch recht aktive (Stromboli, Vulcano).Liegeplätze für Yachten sind in Lipari mittlerweile auch im Hochsommer ausreichend vorhanden. Wer die etwas höheren Preise scheut ankert hier vor prächtiger Kulisse unterhalb des Kastells auf einem der bestgeschützten Plätze im Archipel, allerdings auf großen Wassertiefen.Nur gegen östliche Winde liegt man auf der Reede vor Lipari völlig offen. Dann sollte man tunlichst in den Puerto di Ponente auf Vulcano verholen, in die nur drei Seemeilen entfernte Ankerbucht auf der Westseite der nahen Nachbarinsel, gleich nach der 800 m breiten Durchfahrt Bocca di Vulcano. Hier ankert man auf Tiefen um die 10 Meter vor den hellen Höhen des rauchenden Vulkanberges und Hotels. Ansonsten bleibt Lipari im Süden der Äolischen Inseln die erste Wahl für Yachtcrews.Gleich mehrere Konzessionäre betreiben verschiedene Schwimmstege nördlich des Fährhafens, wo man auch eine Bootstankstelle findet.

Vorsicht ist vor allem am ersten Steg neben den Fährpiers geboten, denn die überwiegend schnellen Fähren, laufen mit großer Geschwindigkeit ein und ihre Heckwelle versetzt die Yachten in Aufruhr und lässt die wild an ihren Festmachern zerren. Die Versorgungslage ist exzellent, neben kleineren Spezialgeschäften und fliegenden Händlern mit Obst und Fisch findet man auch einen Supermarkt und weitere Schiffsausrüster. Merken sollte man sich die Frutti-Geschäfte. Hier bekommt man stets frisches Obst und Gemüse, aber auch alles Andere zu guten Preisen Typisch Liparische Produkte sind die getrockneten Früchte, Mandeln und der Malvasia Wein der ausschließlich dort hergestellt wird. Bekannt ist das Eilnad auch aufgrund der fischreichen Gewässer und so stehen Tunfisch, Schwertfisch, Langusten oder andere Meeresfrüchte auf dem Speiseplan der feinen Restaurants dieser Mittelmeerinsel. Was das Kunsthandwerk betrifft sind die handbemalten Keramiken oder Stoffe sehr gefragt. Auch die aus Terrakotta gefertigten Gefäße oder Figuren sind ein schönes kunstvolles Souvenir .

Wer sich einmal für einen individuellen Chartertörn in diesem Revier einem erfahrenen Skipper anvertrauen möchte, sollte sich auf der Segelyacht La Superba einquartieren. Der Kenner dieses Revier, Peter Kleinoth, heißt Sie herzlich willkommen an Bord. 1980 verließ Kleinoth die Redaktion der Zeitschrift YACHT in Hamburg und siedelte nach Genua (Italien) über, um seine Tätigkeit als Leiter der Mittelmeer-Redaktion dieser Zeitschrift aufzunehmen. In den folgenden Jahren bereiste er mit Kamera und Notizblock fast alle Mittelmeerländer und hatte sich als einer der ersten Wassersport-Journalisten auf Reisereportagen und Luftaufnahmen spezialisiert. Es wurde eine Reihe von Bildbänden unter dem Titel Häfen aus der Luft im Verlag Delius Klasing veröffentlicht. Als intimer Kenner der Mittelmeer-Region weiß Kleinoth viel über Land und Leute zu berichten und kennt das Mittelmeer auch an den entlegensten Plätzen.

Kontakt und weitere Informationen bei
Peter Kleinoth
Tel./Fax: +49 (0)4131 40 28 11
Mobil: +49 (0)175 52 27 445 oder +39 347 29 160 27
Email: mareteamgmx.de

Quelle: Premiumpresse.de / Author J. Duscha
Bilder: Campornalo / pixelio.de

13. Mai 2010

Grado: Neuer Stützpunkt für SeaHelp

Um den Anforderungen seiner Mitglieder Rechnung zu tragen, eröffnet SeaHelp, der führende Pannendienst an der Adria, im Bereich Grado einen weiteren Stützpunkt unter der bewährten Leitung von Enrico Moz, der bereits eine SeaHelp-Station in Lignano unterhält. Damit erhöht sich die Zahl der SeaHelp-Stützpunkte zwischen Venedig und Dubrovnik auf neun Stationen, die Skippern rund um die Uhr Hilfe leisten. Lange warten müssen SeaHelp-Mitglieder im Falle eines Falles allerdings nicht, denn das Rib mit zwei satten 320-PS-Cummings-Diesel und Jet-Antrieb sorgen dafür, das havarierten Skippern schnelle Hilfe zuteil wird. Ein Tiefgang von gerade einmal 60 Zentimetern und 640 PS, damit ist das neue Arbeitsgerät wie geschaffen für das Flachwasser in den norditalienischen Lagunen, die unkundigen Skippern immer wieder zum Verhängnis werden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt übrigens bei 35 Knoten.

Für SeaHelp schließt sich die Lücke damit zwischen Lignano und Portoroz, dem nächsten Stützpunkt in Slowenien. Geschäftsführer Walter Ebli: „Diesen Bereich komplett abzudecken, lag uns immer schon am Herzen. Dass wir das jetzt mit unserer erfahrenen italienischen Crew schaffen, freut uns besonders.“

Mehr über SeaHelp unter www.sea-help.eu

28. April 2010

Charterleitfaden Teil 10: Bezugsquellen für den Seewetterbericht

Heute widmen wir uns einem der elementarsten Punkte auf einem Chartertörn- dem Wetter; mit ihm steht und fällt der Törn. Noch spannender ist meist aber die Frage: Wie bekomme ich den Seewetterbericht? Mittlerweile bestehen zahlreiche Möglichkeiten den Seewetterbericht für das Mittelmeer schnell, bequem und sehr ausführlich zu bekommen. Wir haben die wichtigsten Quellen recherchiert (ohne Gewähr):

Seewetter via UKW-Funk

Küstenfunkstationen strahlen i.d.R. den Seewetterbericht mit Wetterinformationen, Vorhersage und Sturmwarnungen in der jeweiligen Landessprache- und englischer Sprache mehrmals täglich aus. Einzelheiten zu den Kanälen und Uhrzeiten sind in unserer länderspezifischen Rubrik „Revierinfos / Seewetter“ zu entnehmen.

Seewetterbericht per Radioempfang /

Kurz- Mittel- und Langwelle


Radio Deutschlandfunk: Der gesprochene Seewetterbericht (auf MW 1269 kHz und KW 6190 kHz) wird täglich um 01:05 Uhr - 06:40 Uhr - 11:05 Uhr - 21:05 Uhr MESZ (nur während der Sommerzeit) ausgestrahlt und ist mit einem normalen, kurzwellentauglichen Radio zu empfangen. Alternativ steht die Möglichkeit zur Verfügung auf Deutschlandradio Kultur den Seewetterbericht (auf LW 177 kHz) täglich um 01:05 Uhr - 06:40 Uhr - 11:05 Uhr - 21:05 Uhr MESZ (ebenfalls nur während der Sommerzeit) zu empfangen.


Seewetterbericht im Internet / Mobilfunk


Der Mobilfunkempfang in den Mittelmeerländern ist entlang der Küste und auf den Inseln meist gut, um mit webfähigen Handy, bzw. Laptop und UMTS-Karte Wetterberichte aus dem Internet empfangen zu können. Zu beachten sind allerdings die entstehenden Roamingkosten, die je nach Mobilfunkanbieter nicht unerheblich sein können, evtl. lohnt die Anschaffung einer lokalen Prepaid-Mobilfunkkarte.


Der Deutsche Wetterdienst stellt mehrmals täglich Seewettervorhersagen für das Mittelmeer zur Verfügung. Die Vorhersagen sind in einen West- und einen Ostteil gegliedert. Das Informationsangebot ist gut strukturiert und übersichtlich. Die Auswahlseite und weitere Informationen, wie z.B. Empfang von RTTY - Meldungen finden Sie hier.


Deutsche Welle / DW-World.de Seit 2006 wird der Seewetterbericht auf der Deutschen Welle nicht mehr ausgestrahlt. Gleiches gilt für Radio Österreich international. Der Seewetterbericht wird auf der Homepage der Deutschen Welle unter dem Link: http://www.dw-world.de/dw/0,,4216,00.html veröffentlicht.


Wetter Online bietet auf seiner Homepage ausführliche Wind- und Wetterprognosen für das Mittelmeer, inklusive Dreitagesvorhersage.


Ein weiteres Seewetterportal ist Euro Weather. Diese Seite ist auch für webfähige Mobiltelefone unter

Als Ergänzung zum Seewetterbericht ist der Windfinder ein geniales Tool, um Windkarten, Werte und Windprognosen zu erhalten. Auch mit Mobiltelefon unter http://www.windfinder.mobi/erreichbar


Für „Fortgeschrittene und Freaks“: www.westwind.ch - Wettersuchmaschine, die nach Eingabe von Land und gewünschten Daten sämtliche verfügbaren Links liefert. (Überwiegend Wetterkarten, Klimamodelle, Satellitenbilder und Isobarenkarten) Die Seite ist sehr umfassend, aber etwas mühsam in der Bedienung.



Länderspezifische, bzw. regionale Wetterdienste für das Mittelmeer:



Kroatien: Der Wetterdienst meteo.hr ist im Internet auch in englischer Sprache verfügbar und bietet neben den terrestrischen Wetterinformationen den aktuellen Seewetterbericht für die kroatische Adriaküste unter dem Link http://prognoza.hr/jadran_n.html in deutscher Sprache an.



Griechenland: Poseidon, bietet alle Informationen und Seewettervorhersagen inklusive 72 Stunden Forecast für Skipper in griechischen und benachbarten Gewässern. Sehr gute Informationsquelle!


Der griechische Wetterdienst HNMS veröffentlicht in der Rubrik „Marine“ Wettermeldungen für griechische Gewässer, somit auch für TR interessant.


Die griechischen Wettermeldungen von gmdss.org für die METAREA 3 sind unter folgendem Link zu finden:
http://weather.gmdss.org/navimail/GMDSS_METAREA3-E_INMARSAT Allerdings gilt es zu beachten, dass von der OMM im WEB keine Garantie für Aktualität übernommen wird.



Italien: Der Wetterdienst ist unter www.meteoam.it zu erreichen. Nautische Vorhersagen sind in der Navigation unter Previsioni -> Nautica ersichtlich


Ein umfangreiches Portal mit Häfen, Seekarten und Wettermeldungen ist Pagineazzurre.com. Für webfähige Mobiltelefone erreichbar unter http://pagineazzurre.mobi



Türkei: Das staatliche, meteorologische Amt der Republik Türkei www.dmi.gov.tr veröffentlicht im Web aktuelle Seewettervorhersagen und Wetterkarten. Der Service ist in englischer und deutscher Sprache verfügbar.




SMS - Wetterdienste


Die „knappe“ Alternative: Die Wetterinformationen sind meist gut, geben allerdings keinen Ausblick auf die Großwetterlage und enthalten keine echten Warnmeldungen, die wichtig sein könnten. SMS-Dienste sind z.B. bei folgenden Anbietern erhältlich:


www.yacht-pool.de, www.dp07.de, www.windfinder.de, www.wetterwelt.de, www.wetteronline.de, www.seewetterbericht.de, www.weather365.net


Die Gebühren für SMS-Wetterdienste reichen von 0,49 Euro je SMS, bis hin zu 72,00 Euro pauschal (zzgl. Registrierung) für ein ganzes Jahr, beispielsweise bei DP07.


Mittelmeerwetterbericht per MMS von DP07 Der Wetterbericht wird direkt auf das Mobiltelefon gesendet, Quelle DWD - Mittelmeerwetterbericht für die Sportschiffahrt



NAVTEX Wettermeldungen


sowie nautische Warnungen werden regelmäßig auf der Frequenz 518 kHz ausgestrahlt. Einzelne Charterschiffe sind mit NAVTEX-Empfängern ausgestattet, welche i.d.R. sehr zuverlässige Informationen liefern. Details zu den einzelnen Kennungen der Länder, bzw. Reviere sind in den länderspezifischen Revierinfos“ auf der Nauticguide.de - Homepage enthalten.


......und nächsten Freitag behandeln wir dann die Frage nach dem Logbuch für Charterer. Bis dahin schöne Tage, Euer Nauticguide-Team.


14. April 2010

Charterleitfaden Teil 6: Welches Patent / Segelschein brauche ich?

Willkommen im Nauticguide Skipper - Blog zu Teil 6 unseres Charterratgebers! Heute beschäftigen wir uns mit den "Formalien" die Voraussetzung sind, um eine Charteryacht zu übernehmen. Da das Thema Führerschein zum Führen einer Charteryacht durchaus umfangreich ist, haben wir uns auf das Mittelmeer beschränkt, ohnehin laut Statistik das beliebteste Charterrevier. Platz 1 in der Beliebtheitsskala nimmt übrigens Kroatien ein, hier werden die meisten Yachten in Europa gechartert. Nun aber zu den Fakten:


Um eine Yacht in Mittelmeergewässern zu chartern, benötigt der Skipper grundsätzlich den Sportbootführerschein See, oder den (ehemaligen) BR-Schein, bzw. den Sportküstenschifferschein (SKS). Noch höherwertige Befähigungsnachweise sind natürlich immer willkommen. Selbstverständlich keine Regel ohne Ausnahme: Beispielsweise ist es in Kroatien möglich, vor Ort einen kroatischen Bootsführerschein nach entsprechender Prüfung im Hafenamt zu erwerben. Allerdings hat dieses Patent auch nur in Kroatien Gültigkeit. Anders in Griechenland: Hier wird noch ein Co-Skipper verlangt, welcher ebenfalls im Besitz eines entsprechenden Befähigungsnachweises sein muss. (Details in den kroatischen, bzw. griechischen Revierinformationen)

Für Binnengewässer, sprich für Flüsse, Seen und Kanäle benötigt der Skipper den Sportbootführerschein Binnen. Allerdings gibt es hier einige Ausnahmeregelungen, so auch in Deutschland (z.B. Mecklenburgische Seenplatte), wonach auch ohne Schein, beispielsweise ein Hausboot gechartert werden kann. Skipper, die am Bodensee eine Yacht chartern wollen und nicht im Besitz des Bodenseeschifferpatentes sind, können im Rahmen einer Gastregelung dennoch bis zu 6 Wochen auf Antrag mit dem SBF Binnen eine Yacht chartern. Es empfiehlt sich dringend vor Antritt des Törns, bzw. am besten vor Buchung der Yacht die Details zu klären, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben.


Ist an Bord der gecharterten Yacht ein UKW-Sprechfunkgerät vorhanden, muss zusätzlich ein entsprechendes Funkbetriebszeugnis (früher Sprechfunkzeugnis) nachgewiesen werden. Hierzu gibt es international gültige Vorschriften. Allerdings wird in der Praxis das Zertifikat je nach Land selten überprüft. Im Schadens / Havariefall werden von den Versicherungen jedoch die entsprechenden Nachweise überprüft. Bei fehlendem Patent oder Funkzeugnis können Regressansprüche u.U. abgewiesen werden, so dass der Skipper die Haftung tragen muss.


Achtung: Die Übergangsregelung für Yachtcharterer in deutschen Gewässern, die kein Sprechfunkzeugnis besitzen ist mittlerweile ausgelaufen, d.h. nunmehr muss der Skipper im Besitz eines Sprechfunkzeugnisses (SRC / LRC) sein, sofern sich ein Funkgerät an Bord der Yacht befindet. Andernfalls droht bei Kontrolle ein Bußgeld. Einige Charterunternehmen haben Funkgeräte bereits aus den Yachten entfernt, was nicht unbedingt der Sicherheit dienlich ist, wiederum andere bieten kostengünstige Kurse zum Erwerb des Sprechfunkzeugnis an.


Am Freitag erscheint Teil 7 unserer Serie für Charterer, dann geht's um die Schiffsübernahme - "Check in am Steg". Auch hier gibt es einige Fallstricke für Charter - Segler, die mit dem nötigen Wissen keine sein müssen. Bis dahin schöne Tage - Eure Nauticguide - Redaktion.



29. März 2010

Sardinien: Vorsicht in der Passaggio dei Fornelli

Im Nordwesten Sardiniens gibt es eine Passage, die fast jedes Sportboot nimmt, das nicht mehr als 2,50 m Tiefgang hat. Die Passage zwischen dem sardischen Inselfestland und der vorgelagerten Insel Asinara, erspart den längeren Weg um Asinara herum und damit fast 25 Seemeilen. Während die Fornelli-Passage tagsüber bei ruhigem Wetter und bei guter Sicht problemlos zu bewältigen ist, wird von der Durchfahrt bei Nacht abgeraten, obwohl sie befeuert ist. Auch schlechte Wetter- oder Sichtbedingungen sollten den Skipper davon abhalten. Immer wieder kommt es dort zu Unfällen. Schon Gegenlicht kann die Passage enorm komplizieren, diesiges Wetter kann dazu führen, dass die ohnehin nicht gut zu erkennenden Steinbaken an Land noch schlechter zu erkennen sind, erst wenn man sich schon inmitten der Passage befindet. Die geringste Wassertiefe der Passage liegt mit zirka drei Metern im westlichen Teil zwischen dem Felsen Isolotto Bocca und der Isola Piana. Die Isola Piana ist das Zentrum der Passage zwischen Sardinien und Asinara und wird auf ihrer Nordseite gerundet.


Stärkere West- oder Ostwinde verursachen in der Fornelli-Passage eine Strömung und je nach Bedingungen auch Wasserstandsänderungen, die dazu führen können, dass die minimalen drei Meter unterschritten werden. Bei aktuellen Problemen oder wenn Hilfeleistungen vonnöten sind, ist die Capitaneria / Coast Guard von Porto Torres ansprechbar. Porto Torres ist ein Handels- und Yachthafen 12 Seemeilen südöstlich der Passage auf Sardinen.


Capitaneria di Porto Porto Torres

Tel. +39-079-502258-9

Fax: +39-079-502090

Email portotorresguardiacostiera.it

UKW-Kanal 16 und 13

Quelle: Premiumpresse.de / Autor: J. Duscha

15. Dezember 2009

Törnbericht Sardinien

Sardinien und Segeln: eine bessere Kombination könnte es eigentlich gar nicht geben, denn rund um die Insel, bekannt für ihre wunderschönen feinsandigen Strände, ihre abwechslungsreiche Küste und ein tolles kristallklares Meer, das in allen möglichen Blau- und Grüntönen schimmert, bläst eigentlich immer ein guter Wind, der die Segel aufblähen lässt und das Boot voran treibt. Einschließlich der kleinen, vorgelagerten Inseln erreicht Sardinien eine Küstenlänge von 1848,6 Kilometern. Einige Küstenabschnitte haben bekannte Namen wie Costa Smeralda, Costa Rei, Costa Verde, Costa Paradiso oder Costa del Sud. Yachtcharter mit und ohne Crew bietet die Gelegenheit, einmal einen ganz anderen Urlaub zu erleben und sich von Sardinien und seinem Meer faszinieren zu lassen. Zu entdecken gibt es neben versteckten, kleinen Buchten allerlei, nicht nur im Norden, an der berühmten Costa Smeralda, sondern auch im Süden beispielsweise entlang der Küste von Villasimius, wie der Reisebericht eines Charterurlaubs zeigt:

Nach einer ruhigen und besonders erholsamen Nacht, die wir auf unserem Segelboot in der Bucht von Campulongu an der Südküste Sardiniens verbracht haben, widmen wir den heutigen Tag dem Besuch des Meeresschutzgebiets Area Marina Protetta di Capo Carbonara. Wir segeln rund um die Insel Isola dei Cavoli, die mit ihren sandbedeckten Buchten, von Wind und Wetter geformten grauen Klippen und einem transparenten und in den schönsten Grün- und Blautönen schimmerndem Meer beeindruckt. Ein leichter und erfrischender Wind bläst aus Nord-West, der den Effekt der Sonne auf unserer Haut, die wir mit geeigneten Sonnencremes immer schützen, etwas zu mildern scheint. Es ist ein Genuss, hier zu segeln: langsam und gemütlich geht es weiter, ab und zu ein Halt hier oder dort, und immer einen Natur, deren beeindruckende Schönheit schwer in Worte zu fassen ist. Wir sind so gefangen in diesem Zauber, dass wir vergessen, Anker zu werfen und unser Mittagessen einzunehmen. Am frühen Nachmittag erreichen wir den Yachthafen von Villasimius, der an der Landenge zur Halbinsel Capo Carbonara im Südwesten Sardiniens liegt. Wir entscheiden uns, heute Abend mal ganz klassische Touristen zu sein, die an Land Shopping machen und anschließend auf einer Restaurant-Terrasse mit Blick auf die Isola die Cavoli den Tag ausklingen lassen: Muschelgerichte wie die Fregola con le arselle oder leckerer gegrillter Fisch sind dabei mehr als willkommen.

Am nächsten Tag umschiffen wir das Capo Carbonara, das Kap, das den Golf von Cagliari an seiner östlichen Seite begrenzt wird. Hier steht auf einer Höhe von 120 m ein Leuchtturm, der das Kap dominiert und dessen Signal im Umkreis von bis zu 23 Meilen zu sehen ist. Eine leichte Mistral-Brise treibt unser Boot in nördlicher Richtung bis hin zur Bucht Cala Pira in der Nähe der Insel Isola di Serpentara. Cala Pira, wo unter einem alten Wachturm eine zauberhafte Bucht zum Schwimmen und Entspannen einlädt und wo einige Glückspilze ihrer Sommerwohnsitze haben. Aber mal ehrlich, wer hat es heute besser als wir auf unserem schönen Schiff. Den Nachmittag genießen wir in vollen Zügen, mit dem Beiboot haben wir den herrlichen Strand erreicht, wo wir jetzt ein ausgiebiges Sonnenbad genießen und ab und zu mit unseren Tauchermasken die fabelhafte Unterwasserwelt erforschen. Später bereiten wir uns nun auf die Nacht vor, die wir in dieser schönen Bucht verbringen werden: Über uns der Sternenhimmel und unter uns das leise Plätschern des Meerwassers gegen die Bootswand. Vom Strand her hört man die Musik einer Gitarre, die uns in den Schlaf begleitet.

Nach dem Frühstück lichten wir den Anker und lassen uns von der Morgenbrise treiben. Zunächst geht es einige Meilen hinaus aufs Meer auf der Suche nach dem richtigen Wind, der eigentlich in Sardinien nie fehlt Der Wind aus Nord-West treibt uns entlang der Küste, deren Grün- und Blautöne einen faszinierenden Kontrast bilden. Am Heck haben wir eine 70 m lange Angelschnur ausgeworfen, in der Hoffnung etwas Gutes zum Abendessen zu fangen. In der Ferne sehen wir die langen und mit feinem, weißen Sand bedeckten Strände von Cala Sinzias und der Costa Rei, der fabelhafte Königsküste. Wir liegen quer zum Portu de sIllixi, und unser Skipper Giorgio, mit der Entschuldigung, dass es Zeit zum Mittagessen ist, fordert uns zu einem Halt auf. Am frühen Nachmittag geht es weiter zum Yachthafen von Porto Corallo, wo leider unser Segeltörn zu Ende geht. Porto Corallo (Korallen-Hafen) ist ein Küstenabschnitt an der Ostküste Sardiniens, 35 km nördlich der Costa Rei, 80 km südlich von Arbatax. Es ist der einzige Hafen zwischen Arbatax und Villasimius. Der Hafen ist gering besiedelt und wurde für ca. 200 Yachten ausgebaut.

Nach dem Abendessen an Bord mit dem leckeren Fisch, den wir heute doch noch gefangen haben, stoßen wir mit einem Gläschen Mirto, einem Myrtenlikör, auf unseren gelungenen Urlaub an. Und alle sind ein wenig traurig bei dem Gedanken, dass es morgen schon zurück nach Cagliari und zum Flughafen geht.

Quelle: Sardinia Natour, Juni 2009 / Premiumpresse.de
Fotos: Archiv Nauticguide.de

26. November 2009

Sunsail: Neue Charterbasis in Italien auf der Insel Procida


Sunsail eröffnet 2010 eine neue Yacht-Charterbasis im Mittelmeer. Auf Procida im Golf von Neapel / Italien wird die neue Charterbasis voll ausgerüstete Yachten zwischen 39 und 50 Fuß, sowie den neuen Sunsail 384 Katamaran beheimaten. Die Yachten können sowohl „Bareboat“, als auch mit Skipper gechartert werden. Neben Hotelzimmern ist die Charterbasis mit Sanitäranlagen, Restaurant, Supermarkt und Tankstelle ausgestattet.

Procida ist die kleinste und älteste Insel im Herzen der Bucht von Neapel und bietet sich für Törns zu den Pontine-Inseln oder aber auch zur Amalfi Küste an.
Cheryl Powell, CEO von Sunsail sagte in einer Presserklärung: „Procida ist eine ausgezeichnete Ergänzung zu unseren Tropea- und Palermo Basen im südlichen Italien, so bietet Procida Törnmöglichkeiten gleichermaßen in geschützten Wasser, als auch auf offener See, etwa zu entfernteren Inseln und wird somit Anfängern, als auch erfahreneren Skippern gerecht“. Verbindungen zu Neapel bestehen ab Procida mit Fährschiffen, als auch mit Tragflächenbooten, die die Überfahrt deutlich verkürzen.


Mehr Infos unter: www.sunsail.co.uk