8. Juni 2011
ACHTUNG: GPS Störungen drohen
28. April 2010
Charterleitfaden Teil 10: Bezugsquellen für den Seewetterbericht

Seewetterbericht per Radioempfang /
Kurz- Mittel- und Langwelle
Radio Deutschlandfunk: Der gesprochene Seewetterbericht (auf MW 1269 kHz und KW 6190 kHz) wird täglich um 01:05 Uhr - 06:40 Uhr - 11:05 Uhr - 21:05 Uhr MESZ (nur während der Sommerzeit) ausgestrahlt und ist mit einem normalen, kurzwellentauglichen Radio zu empfangen. Alternativ steht die Möglichkeit zur Verfügung auf Deutschlandradio Kultur den Seewetterbericht (auf LW 177 kHz) täglich um 01:05 Uhr - 06:40 Uhr - 11:05 Uhr - 21:05 Uhr MESZ (ebenfalls nur während der Sommerzeit) zu empfangen.
Seewetterbericht im Internet / Mobilfunk
Der Mobilfunkempfang in den Mittelmeerländern ist entlang der Küste und auf den Inseln meist gut, um mit webfähigen Handy, bzw. Laptop und UMTS-Karte Wetterberichte aus dem Internet empfangen zu können. Zu beachten sind allerdings die entstehenden Roamingkosten, die je nach Mobilfunkanbieter nicht unerheblich sein können, evtl. lohnt die Anschaffung einer lokalen Prepaid-Mobilfunkkarte.
Der Deutsche Wetterdienst stellt mehrmals täglich Seewettervorhersagen für das Mittelmeer zur Verfügung. Die Vorhersagen sind in einen West- und einen Ostteil gegliedert. Das Informationsangebot ist gut strukturiert und übersichtlich. Die Auswahlseite und weitere Informationen, wie z.B. Empfang von RTTY - Meldungen finden Sie hier.
Deutsche Welle / DW-World.de Seit 2006 wird der Seewetterbericht auf der Deutschen Welle nicht mehr ausgestrahlt. Gleiches gilt für Radio Österreich international. Der Seewetterbericht wird auf der Homepage der Deutschen Welle unter dem Link: http://www.dw-world.de/dw/0,,4216,00.html veröffentlicht.
Wetter Online bietet auf seiner Homepage ausführliche Wind- und Wetterprognosen für das Mittelmeer, inklusive Dreitagesvorhersage.
Als Ergänzung zum Seewetterbericht ist der Windfinder ein geniales Tool, um Windkarten, Werte und Windprognosen zu erhalten. Auch mit Mobiltelefon unter http://www.windfinder.mobi/erreichbar
Für „Fortgeschrittene und Freaks“: www.westwind.ch - Wettersuchmaschine, die nach Eingabe von Land und gewünschten Daten sämtliche verfügbaren Links liefert. (Überwiegend Wetterkarten, Klimamodelle, Satellitenbilder und Isobarenkarten) Die Seite ist sehr umfassend, aber etwas mühsam in der Bedienung.
Länderspezifische, bzw. regionale Wetterdienste für das Mittelmeer:
Kroatien: Der Wetterdienst meteo.hr ist im Internet auch in englischer Sprache verfügbar und bietet neben den terrestrischen Wetterinformationen den aktuellen Seewetterbericht für die kroatische Adriaküste unter dem Link http://prognoza.hr/jadran_n.html in deutscher Sprache an.
Griechenland: Poseidon, bietet alle Informationen und Seewettervorhersagen inklusive 72 Stunden Forecast für Skipper in griechischen und benachbarten Gewässern. Sehr gute Informationsquelle!
Der griechische Wetterdienst HNMS veröffentlicht in der Rubrik „Marine“ Wettermeldungen für griechische Gewässer, somit auch für TR interessant.
Italien: Der Wetterdienst ist unter www.meteoam.it zu erreichen. Nautische Vorhersagen sind in der Navigation unter Previsioni -> Nautica ersichtlich
Ein umfangreiches Portal mit Häfen, Seekarten und Wettermeldungen ist Pagineazzurre.com. Für webfähige Mobiltelefone erreichbar unter http://pagineazzurre.mobi
Türkei: Das staatliche, meteorologische Amt der Republik Türkei www.dmi.gov.tr veröffentlicht im Web aktuelle Seewettervorhersagen und Wetterkarten. Der Service ist in englischer und deutscher Sprache verfügbar.
SMS - Wetterdienste
Die „knappe“ Alternative: Die Wetterinformationen sind meist gut, geben allerdings keinen Ausblick auf die Großwetterlage und enthalten keine echten Warnmeldungen, die wichtig sein könnten. SMS-Dienste sind z.B. bei folgenden Anbietern erhältlich:
www.yacht-pool.de, www.dp07.de, www.windfinder.de, www.wetterwelt.de, www.wetteronline.de, www.seewetterbericht.de, www.weather365.net
Die Gebühren für SMS-Wetterdienste reichen von 0,49 Euro je SMS, bis hin zu 72,00 Euro pauschal (zzgl. Registrierung) für ein ganzes Jahr, beispielsweise bei DP07.
Mittelmeerwetterbericht per MMS von DP07 Der Wetterbericht wird direkt auf das Mobiltelefon gesendet, Quelle DWD - Mittelmeerwetterbericht für die Sportschiffahrt
NAVTEX Wettermeldungen
sowie nautische Warnungen werden regelmäßig auf der Frequenz 518 kHz ausgestrahlt. Einzelne Charterschiffe sind mit NAVTEX-Empfängern ausgestattet, welche i.d.R. sehr zuverlässige Informationen liefern. Details zu den einzelnen Kennungen der Länder, bzw. Reviere sind in den länderspezifischen „Revierinfos“ auf der Nauticguide.de - Homepage enthalten.
......und nächsten Freitag behandeln wir dann die Frage nach dem Logbuch für Charterer. Bis dahin schöne Tage, Euer Nauticguide-Team.
14. April 2010
Charterleitfaden Teil 6: Welches Patent / Segelschein brauche ich?

Willkommen im Nauticguide Skipper - Blog zu Teil 6 unseres Charterratgebers! Heute beschäftigen wir uns mit den "Formalien" die Voraussetzung sind, um eine Charteryacht zu übernehmen. Da das Thema Führerschein zum Führen einer Charteryacht durchaus umfangreich ist, haben wir uns auf das Mittelmeer beschränkt, ohnehin laut Statistik das beliebteste Charterrevier. Platz 1 in der Beliebtheitsskala nimmt übrigens Kroatien ein, hier werden die meisten Yachten in Europa gechartert. Nun aber zu den Fakten:
Um eine Yacht in Mittelmeergewässern zu chartern, benötigt der Skipper grundsätzlich den Sportbootführerschein See, oder den (ehemaligen) BR-Schein, bzw. den Sportküstenschifferschein (SKS). Noch höherwertige Befähigungsnachweise sind natürlich immer willkommen. Selbstverständlich keine Regel ohne Ausnahme: Beispielsweise ist es in Kroatien möglich, vor Ort einen kroatischen Bootsführerschein nach entsprechender Prüfung im Hafenamt zu erwerben. Allerdings hat dieses Patent auch nur in Kroatien Gültigkeit. Anders in Griechenland: Hier wird noch ein Co-Skipper verlangt, welcher ebenfalls im Besitz eines entsprechenden Befähigungsnachweises sein muss. (Details in den kroatischen, bzw. griechischen Revierinformationen)
Für Binnengewässer, sprich für Flüsse, Seen und Kanäle benötigt der Skipper den Sportbootführerschein Binnen. Allerdings gibt es hier einige Ausnahmeregelungen, so auch in Deutschland (z.B. Mecklenburgische Seenplatte), wonach auch ohne Schein, beispielsweise ein Hausboot gechartert werden kann. Skipper, die am Bodensee eine Yacht chartern wollen und nicht im Besitz des Bodenseeschifferpatentes sind, können im Rahmen einer Gastregelung dennoch bis zu 6 Wochen auf Antrag mit dem SBF Binnen eine Yacht chartern. Es empfiehlt sich dringend vor Antritt des Törns, bzw. am besten vor Buchung der Yacht die Details zu klären, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben.
Ist an Bord der gecharterten Yacht ein UKW-Sprechfunkgerät vorhanden, muss zusätzlich ein entsprechendes Funkbetriebszeugnis (früher Sprechfunkzeugnis) nachgewiesen werden. Hierzu gibt es international gültige Vorschriften. Allerdings wird in der Praxis das Zertifikat je nach Land selten überprüft. Im Schadens / Havariefall werden von den Versicherungen jedoch die entsprechenden Nachweise überprüft. Bei fehlendem Patent oder Funkzeugnis können Regressansprüche u.U. abgewiesen werden, so dass der Skipper die Haftung tragen muss.
Achtung: Die Übergangsregelung für Yachtcharterer in deutschen Gewässern, die kein Sprechfunkzeugnis besitzen ist mittlerweile ausgelaufen, d.h. nunmehr muss der Skipper im Besitz eines Sprechfunkzeugnisses (SRC / LRC) sein, sofern sich ein Funkgerät an Bord der Yacht befindet. Andernfalls droht bei Kontrolle ein Bußgeld. Einige Charterunternehmen haben Funkgeräte bereits aus den Yachten entfernt, was nicht unbedingt der Sicherheit dienlich ist, wiederum andere bieten kostengünstige Kurse zum Erwerb des Sprechfunkzeugnis an.
Am Freitag erscheint Teil 7 unserer Serie für Charterer, dann geht's um die Schiffsübernahme - "Check in am Steg". Auch hier gibt es einige Fallstricke für Charter - Segler, die mit dem nötigen Wissen keine sein müssen. Bis dahin schöne Tage - Eure Nauticguide - Redaktion.
24. Januar 2010
Chartertörn Griechenland: Sporaden
Griechenland: Das Revier in der Nordägäis wird für Segler attraktiver.
Wie sehr ein Charterrevier von guten Flugverbindungen abhängig ist, zeigt das Revier der Sporaden in Griechenland. Als der deutsche Ferienflieger Aero Lloyd seinen Dienst nach Skiathos einstellte war dieses Revier für Chartergäste aus Deutschland nicht mehr angesagt. Die Fluggesellschaft Air Berlin bietet inzwischen von verschiedenen deutschen Flughäfen Flüge nach Volos auf dem gegenüberliegenden Festland der nördlichen Sporaden an. Die Folge ist ein wieder erstarkendes Charterrevier, das auch neue Anbieter anzieht.
Neben der bereits bestehenden Sunsail-Basis Melina auf dem Festland hat jetzt auch der österreichische Charterflottenbetreiber Ecker Yachting, im Golf von Volos, In der Bucht von Achilion, eine Basis eröffnet.
Die Sporaden bestehen aus 11 Inseln, wovon aber nur 4 besiedelt sind: Skiathos, Skopelos, Alonnisos und Skiros. Skiathos und Skopelos sind die berühmtesten und beliebtesten Inseln der Gruppe. Charakteristisch sind die dichte Vegetation und die weißgetünchten Häuser - das tiefblaue Wasser gehört zu den saubersten Gewässern des Mittelmeers. Die Winde können teilweise recht stark werden, aber es gibt jede Menge geschützte Ankerbuchten für die Nacht. Der Meltemi kommt hier in abgeschwächter Form vor und das Meer ist relativ ruhig. Diese Inselgruppe ist bekannt für das angenehme Klima, denn der Wind läßt es hier nie unerträglich heiß werden, sowie für die üppige Vegetation der Inseln und die vielen wunderschönen Sandstrände.
Weil die Distanzen zwischen den Inseln und Ankerbuchten kurz und von daher schnell zu überbrücken sind, werden die Sporaden von Chartergästen gern für Flottillentörns besucht. Es gibt zwar seit einigen Jahren eine Liegeplatzgebührenverordnung, in der Praxis wird aber hier nicht kassiert.
Marinas sind in diesem Revier selten. Die Inseln Skiathos, Skopelos und Alonissos haben jeweils einen Haupthafen, andere Inseln haben im Höchstfall noch ein bis zwei kleinere Anleger. Hier liegt man zwischen Fähren und Fischern römisch-katholisch, das heißt vor Buganker und mit dem Heck zur Pier. Es gibt aber ein Menge zum Teil gut geschützte Ankerbuchten. Ankergrund ist meist gut haltendem Sandgrund. In der Saison, wenn die kleinen Buchten randvoll sind, müssen Landleinen ausgebracht werden. Gefährliche Untiefen sind in den nördlichen Sporaden selten, Felsen ragen meist hoch aus dem Wasser. Eine Betonnung ist nicht vorhanden, nur die Häfen sind befeuert.
Die Sporaden sind, ähnlich wie die ionischen Inseln, auch für Familientörns und nicht ganz so erfahrene Segler geeignet. Alle Inseln sind in Tagesfahrten zu erreichen. Hier sind familienfreundliche Kurzstrecken ebenso möglich wie Langstrecken. Im Sommer sind Buchten und Häfen meist randvoll, doch die beste Segelzeit ist ohnehin das Frühjahr oder der Herbst.
Quelle: Premiumpresse.de / Autor J. Duscha
11. Oktober 2009
Revierinformationen Griechenland

Neu auf den Nauticguide Seiten: Nach den Revierinformationen für die beliebten Charterreviere Kroatien und Italien sind nun auch die Revierinfos für Griechenland fertiggestellt und online. In den einzelnen Rubriken erhält der interessierte Yachtcharterer alle wesentlichen Informationen zu Griechenland; wie z.B. zur Anreise (mit Tipps und ausführlichen Informationen zu den verschiedensten Verkehrsmitteln- Flug, Auto, Schiff), reviertypisches Wetter, Bezugsquellen für Seewetterberichte, Törnführer und Seekarten für das Gebiet, als auch die Voraussetzungen um überhaupt eine Charteryacht in Griechenland übernehmen und führen zu dürfen. Selbst wenn Griechenland Mitglied in der EU ist, gibt es hier beispielsweise spezifische Vorschriften, die beachtet werden müssen.
Abgeundet werden die Informationen für das Charterrevier Griechenland mit Angaben zu NAVTEX - Aussendungen und UKW Funkdiensten, um beispielsweise im Notfall rasch Hilfe rufen zu können, sowie Törntipps zu den einzelnen Seegebieten, die einen Überblick als auch einen Vorgeschmack auf das wunderbare Wassersportrevier Griechenland geben.
Mehr Infos unter: www.nauticguide.de/revierinfos