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14. Juni 2011

Türkei: Jeden Abend eine neue Ankerbucht

Mehr Buchten als eine Woche Nächte hat - und das in angenehmen Entfernungen: 
Der Hisarönü-Golf ist ein Golf an der Südwestküste der Türkei. Er liegt genau an der Südküste der langgezogenen Datca-Halbinsel. Er ist ungewöhnlich gegliedert: Viele große und kleine Buchten, Halbinseln, Gebirge und Ebenen. Das bedeutet, dass die Segler ungewöhnlich viele Ankerbuchten und Häfen die in angenehmen Entfernungen liegen, zur Verfügung stehen.
Wer nur eine Woche Zeit hat und keine großen Schläge machen will ist im Hisarönü-Golf genau richtig. Hier weht nahezu jeden Tag ab 11 Uhr eine angenehme Brise vom Meer in den Golf hinein, mit der sich prima segeln lässt. Mehr Buchten als eine Woche Nächte hat liegen in angenehmen Entfernungen nach einem schönen Segeltag kann man spontan entscheiden, in welche man einlaufen will.
Wir gehen davon aus, dass die Yacht in der Marti Marina liegt und wir von hier den Törn beginnen und auch wieder enden lassen.
Wir verlassen die Marina gegen Mittag und setzen vor der Einfahrt die Segel, um im offenen Golf Schlag für Schlag nach Westen zu kreuzen. Da es Sommer ist kommt der Wind meist aus westlicher Richtung von Data her und erreicht am Nachmittag vier, maximal fünf Windstärken. An manchen Hochsommertagen, wenn der Meltemi die türkische Küste erreicht und durch die Düse der Straße von Kos verstärkt über die flache Datahalbinsel in den Hisarönügolf hineinfegt, kann es am Nachmittag heftig werden. Dann sollten wir rechtzeitig reffen und eine schützende Bucht anlaufen, die möglichst an der Nordseite des Golfes liegt und nicht an der Südseite. Segeln wir früh im Frühjahr oder später im Herbst müssen wir mit dem letzten oder im Herbst mit dem ersten Südostwind, dem Lodos rechnen. Dann sind die Buchten der Südküste des Golfes die sichereren Plätze.
Mein Lieblingsankerplatz ist Bigfoot gleich schräg gegenüber der Marti Marina an der Nordküste. Die Bucht liegt nordöstlich von Tavsan Adasi hinter der Huk unter einer rostroten Tuffsteinwand mit einem Felsbrocken am Ufer, der aussieht wie ein großer Fuß. Die in der Seekarte Karasüleyman Bükü genannte Bucht (3646,2N 02803,8E) haben wir deshalb Bigfoot getauft. Man ankert auf 8 m und macht mit Leinen zu den Felsen im Westen der Bucht unterhalb der bizarren Tuffsteinwand fest und nicht an den Bäumen (siehe dazu Baumverbot). In der Dämmerung wechseln die auffälligen rot-braunen Gesteinsformationen ihre Gesichter. In der Nebenbucht kann man frei auf 67 m vor dem Strand vor Anker schwojen.
Als nächstes machen wir einen langen Schlag nach Westen, laufen aber nicht Data an, denn wir sind mit allem versorgt, was wir für eine Woche unbeschwerten Segelns brauchen. Wäre das nicht der Fall, wäre Data allerdings ein guter Hafen, um tagsüber anzulegen und einzukaufen. Nachts würde ich lieber in der Bucht Kargi Koyu (3642,2N 02741E), 1 1/2 sm südlich von Data ankern, weil es dort ruhig ist und man im herrlichen Wasser baden kann. Der Grund steigt aus großer Tiefe erst in unmittelbarer Nähe des Strandes an und besteht aus feinem Sand und Gras. Gut liegt man im Norden dieser schönen Bucht. Oder im Südteil vor dem Restaurant am Ufer, wo der Schwell am geringsten ist. Bei Lodos ist die Bucht gefährlich, genau so wie der Hafen von Data.
Von der Kargbucht südlich von Data können wir gemächlich mit dem regelmäßigen Sommerwind raumschots in den Golf zurück segeln und mal an der Nord- und beim nächsten Mal an der Südküste eine Ankerbucht auswählen.
Kuruca Bükü (3645,3N 02753,8E) etwa in der Mitte zwischen Data und dem Golfende an der Nordküste gelegen, ist durch eine Landenge von der westlich gelegenen Bucht iftlik Limani getrennt. Während iftlik Limani der Dünung ausgesetzt ist, liegt man in Kuruca Bükü bestens geschützt vor Anker. Bei der Ansteuerung sind die Klippen zu beachten. Über die hohe Halbinsel und die flache Landenge können heftige Böen fegen. Der Grund steigt aus großer Tiefe steil an und ist dicht mit Seegras bewachsen. Erst etwa 50100 m vor dem Strand geht der Bewuchs in Sand und Mud über. Auf 46 m Wassertiefe hält der Anker gut. Es gibt genügend Raum für ein Dutzend Yachten. Ein Steg wird tagsüber von Ausflugsbooten genutzt, abends kann man dort mit dem Dingi anlegen. Lebensmittel, Metzger, Obst- und Gemüsestände; Briefkasten, eine Disco. Busse nach Data und Marmaris. Häuser und Restaurants der Feriensiedlungen bringen Leben an die Sand-Kies-Strände. Manchmal dröhnt laute Kakophonie aus der Uferdisco übers Wasser bis zum Liegeplatz, das sollte man wissen, bevor man dort vor Anker geht.
Südöstlich schräg gegenüber liegt Dirsek (3641,3N 02759E), eine Bucht, die auch bei starkem Nordwest (Meltemi) guten Schutz bietet, obwohl an der Südseite des Golfes gelegen. Mit Ausnahme einer Felsbarre, die sich weit in nordwestliche Richtung erstreckt, reicht tiefes Wasser bis an die Ufer. Ankergrund ist weicher Mud, teilweise mit Seegras bewachsen, in dem der Anker nicht gut hält. Man kann dennoch frei auf großer Tiefe mit viel viel Kette ankern oder besser am Betonsteg des Dirsek Bükü Restaurants festmachen. Von der Restaurant-Terrasse hat man einen herrlichen Blick auf die Bucht. In der Küche kann man sich die Speisen aus den Töpfen auswählen. Gelegentlich machen Flottillenboote hier Station. Gulets kommen selten. Die Böen wehen tagsüber aus wechselnden Richtungen und können nachts heftig sein.
Neuer Tag, neue Brise. Jetzt segeln wir wieder zur Nordküste und schlüpfen in die einsame Bucht Armak, die wir wegen der dort üppig wachsenden Palmen auch Palmenbucht getauft haben. Armak Bükü (3645,7N 02758,6E) liegt 4 sm östlich von Kuruca Bükü und schneidet nach Norden ins Land ein. Von mittelhohen Bergen umgeben, bietet sie einen guten Ankerplatz vor dem Kiesstrand, hinter dem die hohen Palmen und verkrüppelte Pinien wachsen. Der Kiesstrand ist leider mit Teer verschmutzt. Fallböen kommen aus Norden, sie sind aber nicht übermäßig stark. Die 2-m-Linie verläuft etwa 20 m vor dem Ufer. Der Ankergrund aus Gras und Mud hält gut. Die zwei kleinen Bäche im Osten der Bucht sind im Sommer ausgetrocknet. Früher haben wir in dieser Bucht unsere Abenteuerpfanne am Ufer aufgebaut und ein kräftiges Feuer darunter angezündet. Heute ist das streng verboten; nur die Fischer könnens nicht lassen.
Am nächsten Tag machen wir in Sailors Paradise fest. Der Einschnitt nach Süden hat in der Karte keinen Namen und heißt deshalb wie das Restaurant in ihrem Scheitel Sailors Paradise (3641,9N 02800,5E). Die Einfahrt wird an Backbord von der Insel Koca und an Steuerbord von der Insel Uzun flankiert. Da tiefes Wasser bis an die steil aufragenden Ufer reicht, bleibt nur am Steg des Restaurants vor Mooring zu gehen. Es gibt Platz für ca 18 Yachten, Brunnenwasser und eine hervorragende Küche einfach, ländlich, mit frischen Kräutern, Auberginen und Salat aus dem Garten hinter dem Haus. Mehmet, der Wirt, ist ein freundlicher Gastgeber. Die Bucht eignet sich hervorragend zum Wandern auf die umliegenden Höhen und ist nur bei extrem starken Nord- oder Nordostwinden unsicher.
Die berühmteste Bucht im Golf ist Bencik (3646,2N 02802,2E) an der hinteren Nordkoste, da wo das hässliche Gebäude des Maris Select Hotels aufragt. Bei der Ansteuerung fällt schon von weitem die dunkel aus dem Meer aufragende Insel Dislice auf. Sie kann auf beiden Seiten umfahren werden. In dem dicht mit Kiefern bestandenen Fjord, der weit nach Nordosten einschneidet, finden mehrere Schiffe in verschiedenen Einbuchtungen Ankerplätze, die vor allem auch bei Lodos (Südostwinden) Schutz bieten. Da große Wassertiefen bis nahe an die Ufer reichen, muss man eine Leine zum Land ausbringen. Im hinteren Teil der Bucht stehen die Häuser einer Wetterstation. Vor dem befestigten Ufer ist es seicht. Das Wasser ist trüb und brackig. Bei der Ausfahrt aus der Bencik-Bucht achte man auf die 1,60-m-Stelle, die sich von der östlichen Huk weit südwärts erstreckt. Sie ist mit einer Tonne markiert, die manchmal aber vertrieben ist.
An dieser schmalsten Stelle der Data-Halbinsel beträgt die Entfernung zum Gökova Golf im Norden nur etwa einen Kilometer. Hier sollte der Kanal verlaufen, der den Vormarsch der Perser stoppen sollte. Das Delphische Orakel befragt, ob der Durchstich ratsam sei, orakelte Nein, weil die Perser die Priester längst bestochen hatten. So blieb der Kanal ungebaut, der heute das Wechseln vom Hisarönü- in den Gökova-Golf für uns Segler ganz wesentlich erleichtern würde man bräuchte nicht mehr das weit im Westen liegende stürmische Kap von Knidos zu runden.
Auf der Südseite des Golfes steuern wir jetzt Selimiye Koyu an. Einige schöne Ankerplätze liegen an den Ufern der weiten Bucht, allerdings meist mit großen Wassertiefen. Im Süden lockt der Ort Selimiye (3642,6N 02805,5E) mit einem neuen Gemeindesteg. Das ehemalige Fischerdorf ist vom Tourismus noch weitgehend verschont geblieben, lediglich sechs Restaurants wettstreiten um die Gunst der Segeler und Guletfahrer mit Stegen, die möglicherweise vom Abriss bedroht sind. Falls es an diesen Stegen bei starkem Nordwind zu unruhig wird, kann man sich auf den Ankerplatz im Nordwesten der großen Bucht verholen.
Orhaniye Koyu ist die Bucht, an deren Eingang die Marti Marina liegt. Sie schneidet tief ins Land ein und wird auch Kei Bükü genannt Ziegenbucht. Hier liegt man bei jeder Wetterlage bestens geschützt in schöner Umgebung mit verschiedenen Anker- und Anlegeplätzen in bewaldeter Umgebung. Auf der Ostseite gibt es einige Holzstege, die zu Restaurants gehören. Wegen der unterschiedlichen Wassertiefe ist Vorsicht beim Anlegen geboten. Die kleine Insel mit der Burgruine bietet an ihrer Südwestseite einen schönen Ankerplatz. Westlich der Insel besteht zwar eine Durchfahrt, doch ist diese gewunden und deshalb riskant. Die Festungsmauern auf dem Eiland sollen Reste eines
byzantinischen Kastells sein. Weiter südwärts passiert man eine eben überflutete Barre aus rotem Sand, deren Ende mit einer Bake markiert ist. Der nächste, weit ins Wasser vorgebaute T-Steg eignet sich ebenfalls zum Anlegen; er gehört zum Palmiye-Restaurant/Motel.

Im Scheitel der Bucht vor den Stegen weiterer Restaurants findet man 3 m Wassertiefe zum Ankern. In allen Restaurants kann man ein Taxi oder einen Minibus zu den Wasserfällen oder nach Marmaris organisieren. Das Wasser ist im innersten Teil der Bucht durch mangelnden Austausch etwas trüb und im Hochsommer sehr warm.
Versorgung: Frisches Gemüse und einige Lebensmittel an fast allen erwähnten Plätzen. An der Abzweigung nach Orhaniye findet man einen kleinen Supermarkt. Das urige Dorf liegt in paradiesischer Ländlichkeit (2 km entfernt imhinteren Tal). Unterwegs wandert man durch Erdnussfelder.
Wem die Tage einer Woche nicht ausreichen, um all die beschriebenen Plätze zu besuchen, sollte wiederkommen und beim nächsten Mal die noch nicht besuchten Buchten anzulaufen.
Quelle: premiumpresse.de / J.Duscha / noch mehr Türkeiinfos unter www.insidersegeln.de/

8. Juni 2011

ACHTUNG: GPS Störungen drohen

Wie dem Artikel vom ORF - Nachrichtendienst zu entnehmen ist, können in den nächsten Tagen Störungen bei der Navigation via Satellitennavigationsempfängern (GPS) drohen. Grund dafür ist eine ungewöhnlich heftige Sonneneruption (Sonnensturm) bei der eine riesige Partikelwolke freigesetzt wurde. Mehr unter dem Link http://orf.at/stories/2062569/2062563/

3. Juni 2011

Italien: Lipari, Segeln am Vulkan


Die äolischen Inseln: die sieben Schönheiten Siziliens. Ehemals bezeichnet nach dem Gott Äolus, werden sie teils auch nach ihrer Gemeinde als Liparische Inseln bezeichnet. Doch jede für sich hat mit ihrem vulkanischen Ursprung für uns Segler einen eigenen Reiz. Ein eindrucksvolles und abwechslungsreiches Revier, das im Sommer eher Schwachwind vorhält. Mit Motorstunden sollte daher durchaus gerechnet werden. Dafür wird man aber auch auf andere Weise belohnt. In den Sommermonaten kann man mit gutem Wetter rechnen. Dennoch ergeben sich manchmal doch erschwerte Bedingungen beim Durchzug einer Schlechtwetterfront. Starke Regenfälle lassen die Sichtweite für kurze Zeit erheblich sinken. Örtlich begrenzte Starkwind- und Sturmzonen ohne Vorzeichen, im Sommer jedoch eher selten. Vorrangig schwache Winde aus Nordwest (Maestral) oder Südost (Schirokko).

Die kleine Stadt Lipari auf den Liparischen Inseln vor der Nordwestecke Siziliens versprüht einen ganz besonderen Charme. Die Insel Lipari gehört mit ihren Nachbarinseln Stromboli, Salina, Vulcano, Panarea, Filicudi und Alicudi zur Inselgruppe der Äolischen oder Liparischen Inseln (italienisch: Isole Eolie) im Tyrrhenischen Meer. Alle Inseln sind vulkanischen Ursprungs und teilweise noch recht aktive (Stromboli, Vulcano).Liegeplätze für Yachten sind in Lipari mittlerweile auch im Hochsommer ausreichend vorhanden. Wer die etwas höheren Preise scheut ankert hier vor prächtiger Kulisse unterhalb des Kastells auf einem der bestgeschützten Plätze im Archipel, allerdings auf großen Wassertiefen.Nur gegen östliche Winde liegt man auf der Reede vor Lipari völlig offen. Dann sollte man tunlichst in den Puerto di Ponente auf Vulcano verholen, in die nur drei Seemeilen entfernte Ankerbucht auf der Westseite der nahen Nachbarinsel, gleich nach der 800 m breiten Durchfahrt Bocca di Vulcano. Hier ankert man auf Tiefen um die 10 Meter vor den hellen Höhen des rauchenden Vulkanberges und Hotels. Ansonsten bleibt Lipari im Süden der Äolischen Inseln die erste Wahl für Yachtcrews.Gleich mehrere Konzessionäre betreiben verschiedene Schwimmstege nördlich des Fährhafens, wo man auch eine Bootstankstelle findet.

Vorsicht ist vor allem am ersten Steg neben den Fährpiers geboten, denn die überwiegend schnellen Fähren, laufen mit großer Geschwindigkeit ein und ihre Heckwelle versetzt die Yachten in Aufruhr und lässt die wild an ihren Festmachern zerren. Die Versorgungslage ist exzellent, neben kleineren Spezialgeschäften und fliegenden Händlern mit Obst und Fisch findet man auch einen Supermarkt und weitere Schiffsausrüster. Merken sollte man sich die Frutti-Geschäfte. Hier bekommt man stets frisches Obst und Gemüse, aber auch alles Andere zu guten Preisen Typisch Liparische Produkte sind die getrockneten Früchte, Mandeln und der Malvasia Wein der ausschließlich dort hergestellt wird. Bekannt ist das Eilnad auch aufgrund der fischreichen Gewässer und so stehen Tunfisch, Schwertfisch, Langusten oder andere Meeresfrüchte auf dem Speiseplan der feinen Restaurants dieser Mittelmeerinsel. Was das Kunsthandwerk betrifft sind die handbemalten Keramiken oder Stoffe sehr gefragt. Auch die aus Terrakotta gefertigten Gefäße oder Figuren sind ein schönes kunstvolles Souvenir .

Wer sich einmal für einen individuellen Chartertörn in diesem Revier einem erfahrenen Skipper anvertrauen möchte, sollte sich auf der Segelyacht La Superba einquartieren. Der Kenner dieses Revier, Peter Kleinoth, heißt Sie herzlich willkommen an Bord. 1980 verließ Kleinoth die Redaktion der Zeitschrift YACHT in Hamburg und siedelte nach Genua (Italien) über, um seine Tätigkeit als Leiter der Mittelmeer-Redaktion dieser Zeitschrift aufzunehmen. In den folgenden Jahren bereiste er mit Kamera und Notizblock fast alle Mittelmeerländer und hatte sich als einer der ersten Wassersport-Journalisten auf Reisereportagen und Luftaufnahmen spezialisiert. Es wurde eine Reihe von Bildbänden unter dem Titel Häfen aus der Luft im Verlag Delius Klasing veröffentlicht. Als intimer Kenner der Mittelmeer-Region weiß Kleinoth viel über Land und Leute zu berichten und kennt das Mittelmeer auch an den entlegensten Plätzen.

Kontakt und weitere Informationen bei
Peter Kleinoth
Tel./Fax: +49 (0)4131 40 28 11
Mobil: +49 (0)175 52 27 445 oder +39 347 29 160 27
Email: mareteamgmx.de

Quelle: Premiumpresse.de / Author J. Duscha
Bilder: Campornalo / pixelio.de

26. Mai 2011

Traumkulisse Kornaten


Segeln durch eine einmalige Wasserlandschaft, Baden vom Boot aus, Abends am Strand unter dem Sternenhimmel: Wer einmal so die Kornaten erlebt hat, kommt mit Sicherheit wieder. Von Klaus Bartels. Der Kern der einmaligen Wasserlandschaft misst mit angrenzenden Inseln gerade einmal 30 Seemeilen in der Länge und knapp 10 in der Breite. Zum ersten Mal aus der Luft betrachtet, weckte das sich von Nordwest nach Südost erstreckende Inselgewirr der Kornaten bei uns die Wünsche nach einer intensiven Entdeckung mit dem Boot. Kein Wunder, dass auch andere Segler beim Anflug des Flughafens von Zadar aus südlicher Richtung an den Fenstern zu kleben schienen, als der Linienjet die Felseninseln mit ihren unzähligen Ankerbuchten in niedriger Höhe überflog. Sind es nun 125 oder über 150 Inseln Es gibt Widersprüche, weil unter den Begriff Insel von einigen Geologen auch größere Felsen gezählt werden, die aus dem blauen Wasser der Adria ragen. Egal wie groß die Felseninseln der Kornaten sind, sie bieten in ihrer Mehrzahl geschützte Ankerplätze, und es sind so viele, dass Crews fast immer ihr Traumeiland finden können. Wer in diesem Revier segelt, trifft immer wieder Crews, die dort ihren gesamten Bootsurlaub verbringen. Und das, obwohl die übrige Adriaküste Kroatiens mit ihrer Länge von über 500 Kilometern und mit rund 1500 Inseln in ihrer Gesamtheit als eines der schönsten Segelreviere der Welt gilt.

Was ist das Geheimnis der Kornaten Wir haben abends am Ankerplatz im Cockpit sitzend mit einem Glas Wein in der Hand darüber sinniert und sind darauf gekommen, dass diese urtümliche Inselwelt für Bootsleute eine Traumkulisse für viele Seglerklischees bildet. Einsame Inseln, die entdeckt werden wollen, eine angenehme Segelbrise, sauberes, warmes Wasser und das Gefühl in einer völlig anderen Welt zu sein: Diese Reize wirken lange nach.

Unser Ausgangshafen zum Besuch des Naturparks Kornaten ist der Yachthafen von Biograd. Mit südwestlichen Kurs segelt unsere Elan 43 an der lang gestreckten Insel Pasman vorbei. Dann kann bereits die Insel Kornat angelegt werden. Sie ist nicht nur das größte Eiland dieser Wasserlandschaft, sondern hat ihr auch den Namen gegeben.

Opat heißt das südlichste Kap von Kornat. Es öffnet sich mit einer beeindruckenden tiefen Bucht. Mit uns steuern einige andere Crews das Ende der Bucht an. Mit gutem Grund, denn dort offerieren die beiden bekannten Restaurants Matteo und Opat typische kroatische Speisekarten mit viel Fisch- und auch Lammgerichten. Obwohl eigentlich nur 20 Boote in die Bucht passen, wurden hier schon über 50 Yachten gezählt, die dann dicht an dicht liegen und deren Crews die Menüs an Land genießen.

Wird der in den Sommermonaten selten blasende stärkere Südwind, der in Kroatien die Bezeichnung Jugo hat, im Wetterbericht angekündigt, sollte man allerdings schnell die Bucht von Opat verlassen. Der Wind bläst dann die Wellen direkt hinein. Dafür gibt es vielfältige andere sehr gut geschützte Ankerplätze in der Nähe. Einige bieten sogar Ankerbojen oder kleine Stege mit weniger bekannten, aber dafür urtümlichen und qualitativ kaum schlechtere Restaurants als die von Opat.

Es gibt auch Marinas in den Kornaten, in denen Wasser getankt und Proviant gekauft werden kann. Piskera und Zut sind besonders in der Hochsaison beliebte Anlaufpunkte der Freizeitflotte. Allerdings segeln wir bei sich anbahnenden Engpässen im Süßwassertank und bei der Verpflegung zu den nahen Städte auf dem Festland Murter oder Biograd. Hier kann man alles kaufen, was das Seglerherz im Urlaub erfreut. Danach werden die Segel gesetzt, und wir sind wieder schnell im Naturparadies.

Beim Törn zwischen den Inseln und Inselchen muss wegen Untiefen oftmals exakt navigiert werden. Auch das hat für uns seinen besonderen Reiz. Andererseits ist es möglich, sorglos über lange Strecken nur wenige Meter neben pittoresken Felsinseln entlang zu segeln.

Einige besonders vorsichtige Segler scheuen sich das Herzstück der Kornaten, den eindrucksvollen Kornatski Kanal wegen seiner Untiefen zu befahren. Dabei gilt diese durch die Insel Kornati im Nordosten und durch die vielen kleinen Inseln im Südwesten als besonders geschützte Wasserstraße der Kornaten. Aus Sicherheitsgründen nehmen diese Crews den Weg außen herum und können dann von der Südseite her zwischen den vielen Inseln wie Lavsa, Panitula, Raspin, Mana oder Borovnik Abstecher in den Kanal machen und sich besonders schöne Ankerplätze suchen. Dabei ist es manchmal sogar möglich, mit Heckanker gesichert direkt mit dem Bug an Felsen fest zu machen.

Segeln durch eine einmalige Wasserlandschaft, Baden vom Boot aus, abends Essen im Cockpit oder am Strand unter Sternenhimmel und dann irgendwann vor dem Schlafengehen noch ein erfischendes Bad in dem warmen Wasser der Adria: Wer wie wir einmal so die Kornaten erlebt hat, kommt mit Sicherheit wieder. Auch wenn er beim nächsten Segelsommer in Kroatien vielleicht einmal Ziele mit kulturellen Ansprüchen wie die Stadt Dubrovnik ansteuert oder mit der Yacht eine 15 Kilometer lange Flussfahrt auf der Krka geniest, um die idyllische Marina Skradin kennen zu lernen .

Die Kornaten sind etwas ganz besonderes, vielleicht auch deshalb, weil Segler dort wirklich nur Einheimische und andere Besucher treffen, die mit dem Boot unterwegs sind. Anders ist die einmalige Inselwelt nicht zu erreichen und erst recht nicht zu erkunden.

Quelle: Premiumpresse.de / Autor: J. Duscha

1. Februar 2011

Für Kroatien Fans: Istrien Magazin 2011

Manche Insider sammeln es ja schon lange: das alljährlich im Januar erscheinende ISTRIEN MAGAZIN der kroatischen Adria-Halbinsel.

Auch die neue Ausgabe 2011 zeigt nicht nur die schönsten Flecken an der Küste und im romantischen Hinterland, sondern verrät ebenso jede Menge erstklassiger Adressen: Von urigen Konobas, wo noch am offenen Feuer mitten im Lokal gekocht wird, bis zum Gourmetrestaurant, von den besten Olivenölproduzenten bis zum zauberhaften Landhotel. Dazu gibt es noch eine Fülle von Reiseempfehlungen mit so manchem Geheimtipp, der einen Ausflug lohnt.

Das ISTRIEN MAGAZIN 2011 kann unter folgender Mailadresse kostenlos bestellt werden: istrienmagazin@gmx.at

(Die Auslieferung erfolgt in den nächsten Wochen gratis)

27. Juli 2010

Türkei: Viel Platz bei Izmir - Teos Marina in Sigacik

In der neuen Marina gibt es noch viele freie Liegeplätze. Die Teos Marina in Sigacik hat endlich ihren Betrieb aufgenommen. Das Motto heißt: Nach 3.000 Jahren wieder Leben im Hafen von Teos. Teos war um 1000 v. Chr. gegründet eine der 12 Städte im Bund. Berühmt war die Hafenstadt für den Tempel des Dionysos, dem größten aller Dionysos- Temel in der Türkei. Noch heute sind Reste davon in der Nähe zu besichtigen.
Der Bau der neuen Marina wurde der türkischen Kolin Insaat ausgeführt. Die Erwartung ist, dass die neue Marina in kurzer Zeit voll belegt sein wird. Die Nähe zur Stadt Izmir über die gute ausgebaute Autobahn und zum Flughafen Izmir werden die Marina zu einem wichtigen Yachtstützpunkt zwischen Kusadasi und esme machen. Die gesamte Gegend wird durch die Marina touristisch gefördert und viele Arbeitsplätze schaffen, so hoffen die Verantwortlichen. Insgesamt können 400 Yachten an den Schwimmstegen mit Murings und 50 kleinere Boote im Kanal anlegen. Der alte kleine Fischerhafen bleibt den Fischern vorbehlaten und ist mit den ihn umgebenden Fischrestaurants eine besondere Attraktion der Marina. Alle Serviceeinrichtungen sind vorhanden, einschl. 75 to Travellift, Platz für 80 Yachten an Land, Abpumpstation für Grauwasser, sowie Wasser, Strom, Toiletten/Duschen, 24 Stunden-Securityservice und WLAN.
Außerdem stehen viele weitere Angebote zur Verfügung wie Wasch- und Duschräume, Supermärkte, Shopping Areas, Restaurants, Festival-Gelände, Cafes und Bars, Yacht-und Segelclub, Kommunikations-Center, Rent A Car, Tennisplatz, Volleyball Felder, Sport Center, Health Center, Swimmingpool, Zoll Gebäude, Tankstelle usw. Viele der Anlagen sollen als soziale Einrichtungen auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Über den Status Port of Entry wird nachgedacht. Die Internet-Seite der Marina (www.teosmarina.net) ist inzwischen auch in Englisch im Netz. Sigacik liegt fünf Kilometer von der nächst größeren Stadt Seferihisar entfernt und rund 35 Kilometer südwestlich von Izmir, dem antiken Smyrna.
Adresse:
TEOS MARINA ISLETME ve TICARET A.S.
Sigacik / Seferihisar,
IZMIR / TÜRKIYE

Tel. +90 232 745 72 10 (pbx), +90 232 745 78 78 (pbx), +90 232 745 80 80 (pbx)

Skype: teos.marina
Mail: infoteosmarina.com 
www.teosmarina.com
Quelle: Premiumpresse.de / Autor. J.Duscha

28. April 2010

Charterleitfaden Teil 10: Bezugsquellen für den Seewetterbericht

Heute widmen wir uns einem der elementarsten Punkte auf einem Chartertörn- dem Wetter; mit ihm steht und fällt der Törn. Noch spannender ist meist aber die Frage: Wie bekomme ich den Seewetterbericht? Mittlerweile bestehen zahlreiche Möglichkeiten den Seewetterbericht für das Mittelmeer schnell, bequem und sehr ausführlich zu bekommen. Wir haben die wichtigsten Quellen recherchiert (ohne Gewähr):

Seewetter via UKW-Funk

Küstenfunkstationen strahlen i.d.R. den Seewetterbericht mit Wetterinformationen, Vorhersage und Sturmwarnungen in der jeweiligen Landessprache- und englischer Sprache mehrmals täglich aus. Einzelheiten zu den Kanälen und Uhrzeiten sind in unserer länderspezifischen Rubrik „Revierinfos / Seewetter“ zu entnehmen.

Seewetterbericht per Radioempfang /

Kurz- Mittel- und Langwelle


Radio Deutschlandfunk: Der gesprochene Seewetterbericht (auf MW 1269 kHz und KW 6190 kHz) wird täglich um 01:05 Uhr - 06:40 Uhr - 11:05 Uhr - 21:05 Uhr MESZ (nur während der Sommerzeit) ausgestrahlt und ist mit einem normalen, kurzwellentauglichen Radio zu empfangen. Alternativ steht die Möglichkeit zur Verfügung auf Deutschlandradio Kultur den Seewetterbericht (auf LW 177 kHz) täglich um 01:05 Uhr - 06:40 Uhr - 11:05 Uhr - 21:05 Uhr MESZ (ebenfalls nur während der Sommerzeit) zu empfangen.


Seewetterbericht im Internet / Mobilfunk


Der Mobilfunkempfang in den Mittelmeerländern ist entlang der Küste und auf den Inseln meist gut, um mit webfähigen Handy, bzw. Laptop und UMTS-Karte Wetterberichte aus dem Internet empfangen zu können. Zu beachten sind allerdings die entstehenden Roamingkosten, die je nach Mobilfunkanbieter nicht unerheblich sein können, evtl. lohnt die Anschaffung einer lokalen Prepaid-Mobilfunkkarte.


Der Deutsche Wetterdienst stellt mehrmals täglich Seewettervorhersagen für das Mittelmeer zur Verfügung. Die Vorhersagen sind in einen West- und einen Ostteil gegliedert. Das Informationsangebot ist gut strukturiert und übersichtlich. Die Auswahlseite und weitere Informationen, wie z.B. Empfang von RTTY - Meldungen finden Sie hier.


Deutsche Welle / DW-World.de Seit 2006 wird der Seewetterbericht auf der Deutschen Welle nicht mehr ausgestrahlt. Gleiches gilt für Radio Österreich international. Der Seewetterbericht wird auf der Homepage der Deutschen Welle unter dem Link: http://www.dw-world.de/dw/0,,4216,00.html veröffentlicht.


Wetter Online bietet auf seiner Homepage ausführliche Wind- und Wetterprognosen für das Mittelmeer, inklusive Dreitagesvorhersage.


Ein weiteres Seewetterportal ist Euro Weather. Diese Seite ist auch für webfähige Mobiltelefone unter

Als Ergänzung zum Seewetterbericht ist der Windfinder ein geniales Tool, um Windkarten, Werte und Windprognosen zu erhalten. Auch mit Mobiltelefon unter http://www.windfinder.mobi/erreichbar


Für „Fortgeschrittene und Freaks“: www.westwind.ch - Wettersuchmaschine, die nach Eingabe von Land und gewünschten Daten sämtliche verfügbaren Links liefert. (Überwiegend Wetterkarten, Klimamodelle, Satellitenbilder und Isobarenkarten) Die Seite ist sehr umfassend, aber etwas mühsam in der Bedienung.



Länderspezifische, bzw. regionale Wetterdienste für das Mittelmeer:



Kroatien: Der Wetterdienst meteo.hr ist im Internet auch in englischer Sprache verfügbar und bietet neben den terrestrischen Wetterinformationen den aktuellen Seewetterbericht für die kroatische Adriaküste unter dem Link http://prognoza.hr/jadran_n.html in deutscher Sprache an.



Griechenland: Poseidon, bietet alle Informationen und Seewettervorhersagen inklusive 72 Stunden Forecast für Skipper in griechischen und benachbarten Gewässern. Sehr gute Informationsquelle!


Der griechische Wetterdienst HNMS veröffentlicht in der Rubrik „Marine“ Wettermeldungen für griechische Gewässer, somit auch für TR interessant.


Die griechischen Wettermeldungen von gmdss.org für die METAREA 3 sind unter folgendem Link zu finden:
http://weather.gmdss.org/navimail/GMDSS_METAREA3-E_INMARSAT Allerdings gilt es zu beachten, dass von der OMM im WEB keine Garantie für Aktualität übernommen wird.



Italien: Der Wetterdienst ist unter www.meteoam.it zu erreichen. Nautische Vorhersagen sind in der Navigation unter Previsioni -> Nautica ersichtlich


Ein umfangreiches Portal mit Häfen, Seekarten und Wettermeldungen ist Pagineazzurre.com. Für webfähige Mobiltelefone erreichbar unter http://pagineazzurre.mobi



Türkei: Das staatliche, meteorologische Amt der Republik Türkei www.dmi.gov.tr veröffentlicht im Web aktuelle Seewettervorhersagen und Wetterkarten. Der Service ist in englischer und deutscher Sprache verfügbar.




SMS - Wetterdienste


Die „knappe“ Alternative: Die Wetterinformationen sind meist gut, geben allerdings keinen Ausblick auf die Großwetterlage und enthalten keine echten Warnmeldungen, die wichtig sein könnten. SMS-Dienste sind z.B. bei folgenden Anbietern erhältlich:


www.yacht-pool.de, www.dp07.de, www.windfinder.de, www.wetterwelt.de, www.wetteronline.de, www.seewetterbericht.de, www.weather365.net


Die Gebühren für SMS-Wetterdienste reichen von 0,49 Euro je SMS, bis hin zu 72,00 Euro pauschal (zzgl. Registrierung) für ein ganzes Jahr, beispielsweise bei DP07.


Mittelmeerwetterbericht per MMS von DP07 Der Wetterbericht wird direkt auf das Mobiltelefon gesendet, Quelle DWD - Mittelmeerwetterbericht für die Sportschiffahrt



NAVTEX Wettermeldungen


sowie nautische Warnungen werden regelmäßig auf der Frequenz 518 kHz ausgestrahlt. Einzelne Charterschiffe sind mit NAVTEX-Empfängern ausgestattet, welche i.d.R. sehr zuverlässige Informationen liefern. Details zu den einzelnen Kennungen der Länder, bzw. Reviere sind in den länderspezifischen Revierinfos“ auf der Nauticguide.de - Homepage enthalten.


......und nächsten Freitag behandeln wir dann die Frage nach dem Logbuch für Charterer. Bis dahin schöne Tage, Euer Nauticguide-Team.


14. April 2010

Charterleitfaden Teil 6: Welches Patent / Segelschein brauche ich?

Willkommen im Nauticguide Skipper - Blog zu Teil 6 unseres Charterratgebers! Heute beschäftigen wir uns mit den "Formalien" die Voraussetzung sind, um eine Charteryacht zu übernehmen. Da das Thema Führerschein zum Führen einer Charteryacht durchaus umfangreich ist, haben wir uns auf das Mittelmeer beschränkt, ohnehin laut Statistik das beliebteste Charterrevier. Platz 1 in der Beliebtheitsskala nimmt übrigens Kroatien ein, hier werden die meisten Yachten in Europa gechartert. Nun aber zu den Fakten:


Um eine Yacht in Mittelmeergewässern zu chartern, benötigt der Skipper grundsätzlich den Sportbootführerschein See, oder den (ehemaligen) BR-Schein, bzw. den Sportküstenschifferschein (SKS). Noch höherwertige Befähigungsnachweise sind natürlich immer willkommen. Selbstverständlich keine Regel ohne Ausnahme: Beispielsweise ist es in Kroatien möglich, vor Ort einen kroatischen Bootsführerschein nach entsprechender Prüfung im Hafenamt zu erwerben. Allerdings hat dieses Patent auch nur in Kroatien Gültigkeit. Anders in Griechenland: Hier wird noch ein Co-Skipper verlangt, welcher ebenfalls im Besitz eines entsprechenden Befähigungsnachweises sein muss. (Details in den kroatischen, bzw. griechischen Revierinformationen)

Für Binnengewässer, sprich für Flüsse, Seen und Kanäle benötigt der Skipper den Sportbootführerschein Binnen. Allerdings gibt es hier einige Ausnahmeregelungen, so auch in Deutschland (z.B. Mecklenburgische Seenplatte), wonach auch ohne Schein, beispielsweise ein Hausboot gechartert werden kann. Skipper, die am Bodensee eine Yacht chartern wollen und nicht im Besitz des Bodenseeschifferpatentes sind, können im Rahmen einer Gastregelung dennoch bis zu 6 Wochen auf Antrag mit dem SBF Binnen eine Yacht chartern. Es empfiehlt sich dringend vor Antritt des Törns, bzw. am besten vor Buchung der Yacht die Details zu klären, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben.


Ist an Bord der gecharterten Yacht ein UKW-Sprechfunkgerät vorhanden, muss zusätzlich ein entsprechendes Funkbetriebszeugnis (früher Sprechfunkzeugnis) nachgewiesen werden. Hierzu gibt es international gültige Vorschriften. Allerdings wird in der Praxis das Zertifikat je nach Land selten überprüft. Im Schadens / Havariefall werden von den Versicherungen jedoch die entsprechenden Nachweise überprüft. Bei fehlendem Patent oder Funkzeugnis können Regressansprüche u.U. abgewiesen werden, so dass der Skipper die Haftung tragen muss.


Achtung: Die Übergangsregelung für Yachtcharterer in deutschen Gewässern, die kein Sprechfunkzeugnis besitzen ist mittlerweile ausgelaufen, d.h. nunmehr muss der Skipper im Besitz eines Sprechfunkzeugnisses (SRC / LRC) sein, sofern sich ein Funkgerät an Bord der Yacht befindet. Andernfalls droht bei Kontrolle ein Bußgeld. Einige Charterunternehmen haben Funkgeräte bereits aus den Yachten entfernt, was nicht unbedingt der Sicherheit dienlich ist, wiederum andere bieten kostengünstige Kurse zum Erwerb des Sprechfunkzeugnis an.


Am Freitag erscheint Teil 7 unserer Serie für Charterer, dann geht's um die Schiffsübernahme - "Check in am Steg". Auch hier gibt es einige Fallstricke für Charter - Segler, die mit dem nötigen Wissen keine sein müssen. Bis dahin schöne Tage - Eure Nauticguide - Redaktion.